Aktuelles

Auf dieser Seite veröffentlichen wir einen Auszug aus unseren Veranstaltungen mit den wichtigsten aktuellen Aktionen und Terminen. Eine Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen, auch unsere regelmäßigen Bündnistreffen, findet Ihr hier.

Einen aktuellen Gedankenanstoß zum Thema und vielleicht eine Motivation, selbst aktiv zu werden, liefern auch diese 6 Minuten der ARD-Panorama-Sendung (Minuten 22-29) vom 23. Januar 2020 oder der aktuelle Bericht aus Lesbos vom 12.01.2021 in der ARD Mediathek.


18. September 2021: Rettungskette für Menschenrechte

Um ein Zeichen zu setzen für Menschlichkeit, Menschenrechte und gegen das Sterben im Mittelmeer, sind wir in Heidelberg am

Sa, den 18.09.2021
ein Teil der
Menschenkette von Norddeutschland über Österreich und Italien zum Mittelmeer.

Wir stehen geschlossen zusammen für ein geeintes Europa und gegen die Angst- und Abschottungspolitik. Denn Menschenrechte gelten universell und nicht nur für weiße, privilegierte Europäer.

SEID DABEI!

In den Flüchtlingslagern innerhalb und außerhalb Europas leben Menschen unter unwürdigen und unmenschlichen Bedingungen. Wir fordern ein Europa, das keine Festung baut, sondern alle Menschen als das behandelt, was sie sind: gleich und frei in Würde und Rechten. Zusammen stehen wir für solidarische Städte, sichere Häfen und humane Flüchtlingspolitik. Denn wo die Verantwortlichen zaudern und mauern, steht die Zivilgesellschaft zusammen und zeigt ihre Stärke und ihren Mut für:

  • ein offenes, buntes und friedliches Europa
  • die Schaffung sicherer Fluchtwege
  • die Bekämpfung der Fluchtursachen und nicht die Bekämpfung der Geflüchteten
  • einen humanen Umgang mit Menschen auf der Flucht
  • die Unterstützung und Entkriminalisierung der zivilen Seenotretter*innen
  • ein europäisches Seenotrettungsprogramm

Die Kette führt über Hamburg, Hannover, Bielefeld, Dortmund, Köln, Koblenz, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm nach Reutte und von dort aus dann nach Österreich. In der Kernzeit von 12:00-12:30 Uhr werden an vielen Orte der Route Menschen stehen, die für Menschenrechte einstehen und mit der derzeitigen Politik der EU und der europäischen Länder nicht einverstanden sind. Es geht dabei nicht um die Länge der Kette, es geht um den symbolischen Wert. Ziel ist es, möglichst lange Teilstrecken zu bilden.

Allgemeine Infos gibt es auch auf der Homepage der Rettungskette.
Unseren Aufruf dazu findet Ihr hier.

Die Seebrücke Heidelberg organisiert den Teilbereich um Heidelberg und bittet alle Vereine, Organisationen und Gruppen, die mit mehreren Personen teilnehmen können, sich zwecks Aufstellungsplanung bei uns zu melden unter:
rettungskette (at) seebruecke-heidelberg.de .

Außerdem bittet das internationale Orgateam alle teilnehmenden Organisationen, sich auf der allgemeinen Webseite der Rettungskette einzutragen (über die Seite Anmeldung), um nach außen darstellen zu können, wie viele Organisationen dabei sind.

Die Strecke um Heidelberg herum wird von Edingen am Neckar entlang nach Heidelberg und weiter nach Sandhausen führen. Aktuell sind folgende Treffpunkt in Planung (!)

  • Wieblingen: Thaddenplatz
  • Innenstadt: Schwanenteichanlage
  • Weststadt: Christuskirche
  • Rohrbach: Wiese Ecke Sickingenstr./Fabrikstr.

Weitere Treffpunkte, wie zb. der Common Ground in der Südstadt, wären denkbar, dazu braucht es aber weitere motivierte Menschen im Orgakreis, die das organisieren möchten. Meldet Euch bei uns: rettungskette (at) seebruecke-heidelberg.de !

Beiträge (Musik, Straßentheater…) zur Menschenkette sind herzlich willkommen, müssen aber bei der Stadt angemeldet werden. Deshalb meldet Euch bitte bei rettungskette (at) seebruecke-heidelberg.de, wenn Ihr etwas beitragen möchtet.

Alle Plan-Änderungen werden zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht: immer mal reinschauen!


Petition: Lebensrettende Hilfen für die Geflüchteten an der bosnisch-kroatischen Grenze!

Es herrschen katastrophale Zustände an der bosnisch-kroatischen Grenze. Den Menschen dort fehlt es an der grundlegenden Versorgung. Es gibt kaum bis keine ärztliche Versorgung, keine ausreichende Nahrung und Kleidung. Es gibt nicht genügend Schutz vor dem Wintereinbruch, die Menschen schlafen unter freiem Himmel oder unter einfachen Planen und die sanitären Anlagen sind mehr als dürftig. Die Lage spitzt sich immer mehr zu, die Grenzpolizei wird übergriffig, Frauen und Kinder sind nicht mehr sicher und die örtliche Bevölkerung wehrt sich gegen die Umverteilung der Geflüchteten.

Die beschriebene Lage in Bosnien widerspricht mehreren Artikeln der Charta der Europäischen Union sowie dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Diese zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Unterzeichnet deshalb die Petition Lebensrettende Hilfen für die Geflüchteten an der bosnisch-kroatischen Grenze! an Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer.

Wer Sachspenden für Geflüchtete an der bosnisch-kroatischen Grenze schicken möchte, kann sich hier in einem E-Mail-Verteiler eintragen und wird über Spendentransporte informiert. Ein Spendenkonto für Lebensmittel- und Medikamenteneinkäufe ist ebenfalls eingerichtet.


Petition: Sicherer Hafen Baden-Württemberg

Dass die Situation von Menschen auf der Flucht nach Europa – sei es auf dem gefährlichen Weg über das Mittelmeer, in den Elendslagern an europäischen Außengrenzen oder durch die ständige Sorge nach der Ankunft in Europa wieder in Krisengebiete zurückgeschickt zu werden – mehr als unverantwortlich ist, ist den meisten von uns mittlerweile bewusst. Diese Umstände sind die direkte Folge von Europas Abschottungspolitik. Wenn Politiker*innen auf Europa- und Bundesebene versagen, müssen wir auf Landesebene handeln!
Unterstütze jetzt unsere Petition und mach gemeinsam mit uns Baden-Württemberg zum Sicheren Hafen! Je mehr Menschen die Forderungen nach sicheren Fluchtrouten, der Entkriminalisierung der Seenotrettung, der Evakuierung aller Lager, sowie dem Schaffen von sicheren Bleibeperspektiven mittragen, desto deutlicher wird es für die Landesregierung Baden-Württembergs, dass es Zeit ist Verantwortung zu übernehmen und Worten Taten folgen zu lassen!

Unterschreibt und teilt unsere Forderungen hier: http://chng.it/VqDdRbhLT4


#LeaveNoOneBehind-Kampagne

Auch angesichts der aktuellen Corona-Situation spitzt sich die Lage an den europäischen Außengrenzen weiter zu. Die Situation in den überfüllten Lagern ist katastrophal, es fehlt an allem: von medizinischer Hilfe bis zu hygienischer Grundversorgung. Gefangen und isoliert auf den Inseln sind die Menschen der Pandemie schutzlos ausgeliefert. Denn Schutzmaßnahmen, die auf dem europäischen Festland getroffen werden, sind dort schlicht unmöglich.

Eindrücklich schildert dies auch unser Mitglied Daniel Kubirski, der 2019 für die Hilfsorganisation Mare Liberum auf einer Beobachtungsmission in der Ägäis war und in dieser Zeit auch Moria besucht hat, im Interview mit der RNZ.

Wir wollen niemanden zurücklassen. Wir müssen sofort die Menschen aus den Lagern evakuieren. Wenn die EU und die Regierungen jetzt nicht handeln, wird die schon jetzt herrschende Katastrophe viele weitere Menschenleben kosten.

Ein Video von Erik Marquardt zur Situation und zur Kampagne:
https://twitter.com/erikmarquardt/status/1239987826848038912?s=21

Wie könnt ihr unterstützen?

Viele weitere Hintergrundinformationen, Aktionsideen und Material findet Ihr auf der Webseite der Bundesseebrücke zum Thema: https://seebruecke.org/leave-no-one-behind/