Aktuelles

Auf dieser Seite veröffentlichen wir einen Auszug aus unseren Veranstaltungen mit den wichtigsten aktuellen Aktionen und Terminen. Eine Übersicht über alle anstehenden Veranstaltungen, auch unsere regelmäßigen Bündnistreffen, findet Ihr hier.

Unser Mitglied Daniel Kubirski war 2019 für Mare Liberum auf einer Beobachtungsmission in der Ägäis und besuchte dort auch Moria. In diesem Interview in der RNZ gibt er seine Einschätzung der aktuellen Situation vor Ort weiter, und was passieren könnte, wenn dort der erste Corona-Fall eintreten sollte.

Einen aktuellen Gedankenanstoß zum Thema und vielleicht eine Motivation, selbst aktiv zu werden, liefern auch diese 6 Minuten der ARD-Panorama-Sendung vom 23. Januar 2020.

Die Space Busters haben uns ein sehr gelungenes Musikvideo gewidmet: https://www.youtube.com/watch?v=p1b1POFCakA
Vielen Dank dafür!


Offener Brief an die Regierung und den Bundestag – mach mit!

Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2020 beginnt, haben wir einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin, die Mitglieder der Bundesregierung und die Mitglieder des Bundestags verfasst. Wir fordern sie dazu auf, im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft alles Mögliche zu tun, um das Leid an den EU-Außengrenzen zu beenden und die Asylpolitik endlich menschenwürdig zu gestalten. Zusammen mit der Seebrücke Heidelberg haben auch andere Ortsgruppen der Seebrücke unterzeichnet.

Jetzt brauchen wir Deine Unterstützung, um mehr Druck aufzubauen: Schreib eine E-Mail an die Bundesregierung oder Bundestagsabgeordnete, um das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Du kannst dazu unsere Briefvorlage (siehe unten) nehmen und unterzeichnen, oder selbst etwas schreiben. Zeig ihnen, wie wichtig es ist, jetzt Verantwortung zu übernehmen – sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene.

Unter dem Link https://www.bundestag.de/abgeordnete  findest Du eine Liste mit allen Bundestagsabgeordneten, die Du nach Bundesland, Partei oder Wahlkreis aufrufen kannst. Du kannst sie entweder per Kontaktformular über den Profilaufruf oder über folgende E-Mail Adresse kontaktieren: vorname.nachname@bundestag.de .
Oder Du nutzt die Mailadressen der Bundestagsfraktionen: fraktion@cducsu.de, frakmail@spdfraktion.de, dialog@fdpbt.de, fraktion@linksfraktion.de, info@gruene-bundestag.de .

Wir zählen auf dich!

Hier ist die Briefvorlage zum Kopieren oder einfach als Anregung für Deine E-Mail. Du kannst Dir das Dokument auch herunterladen: als odt oder docx.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
die aktuellen Geschehnisse um Seenotfälle im Mittelmeer und die Behandlung von Geflüchteten in der Europäischen Union bereiten mir allergrößte Sorge.

Zur Vermeidung weiterer Todesfälle[i] und um zur Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union zurückzukehren, fordere ich Sie anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft dazu auf, mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln darauf hinzuwirken, dass:

  1. Ein staatliches Seenotrettungsprogramm im Mittelmeer wieder aufgebaut wird.
  2. Die private Seenotrettung im Mittelmeer gefördert wird.
  3. Blockaden von Schiffen der privaten Seenotrettungsorganisationen sofort gestoppt werden.
  4. Legale Fluchtwege nach Europa geschaffen werden.
  5. Die Flüchtlingslager auf den ägäischen Inseln unverzüglich aufgelöst werden und die Menschen Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung, Bildung und rechtsstaatskonformen Asylverfahren erhalten.
  6. Ein funktionierendes System für die zügige Verteilung von geflüchteten Menschen in der EU geschaffen wird.
  7. Illegale Push-Backs durch Malta und Griechenland sowie sonstige Rechtsverletzungen im Umgang mit Geflüchteten in der Europäischen Union und an ihren Grenzen untersucht, gerügt und sanktioniert werden.
  8. Die Förderung und Zusammenarbeit der Europäischen Union insgesamt und konkret die Kollusion der EU-Grenzschutzagentur Frontex mit der sogenannten „Libyschen Küstenwache“ unverzüglich eingestellt wird.[ii],[iii]
  9. Die Auslagerung öffentlicher Aufgaben im Bereich der Migrationspolitik an Unternehmensberatungen unterbunden wird und vergangene Rechtsverstöße bei entsprechenden Auftragsvergaben lückenlos aufgeklärt und sanktioniert werden.[iv]

Ich fordere Sie auf nationaler Ebene auf:

  1. Unverzüglich die Aufnahme von im Mittelmeer Geretteten aus Malta und Italien in Deutschland auszubauen und weitere Personen aus den Lagern auf den ägäischen Inseln aufzunehmen.
  2. Die Behinderung der Seenotrettungsschiffe durch die Verordnungen von Bundesverkehrsminister Scheuer aufzuheben.[v]
  3. Eine deutliche Distanzierung von menschenfeindlichen Mythen wie beispielsweise der rechtspopulistischen Erzählung eines vermeintlichen „Pull-Faktors“ durch Seenotrettung[vi] und von menschenfeindlicher Sprache wie beispielsweise der Beschreibung der Rettung aus Lebensgefahr als „Taxi“-Dienst.[vii]
  4. Die Beteiligung deutscher Einsatzkräfte an rechtswidrigen und das Leben von geflüchteten Menschen gefährdenden Aktivitäten im Rahmen des Frontex-Einsatzes in Griechenland zu untersuchen und jegliche, auch indirekte, Beteiligung deutscher Beamtinnen und Beamten an vergleichbaren Praktiken in Zukunft konsequent zu verhindern.[viii]

Schützen Sie das Leben von Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen, schützen Sie die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union!

[i] Von 2014 bis 2020 sind im Mittelmeer etwa 20.000 Personen gestorben, siehe: https://www.statista.com/statistics/1082077/deaths-of-migrants-in-the-mediterranean-sea/. Das Mittelmeer ist die „tödlichste Grenze der Welt“, es werden zunehmende Fluchtbewegungen befürchtet, https://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-interner-eu-bericht-warnt-vor-neuer-fluechtlingskrise-a-58df3b30-95c2-456e-8251-fb956b744ea1.
[ii] Siehe zur Luftaufklärung, die Frontex für die sog. „Libysche Küstenwache“ betreibt: https://netzpolitik.org/2020/im-blindflug-gegen-das-voelkerrecht/.
[iii] Die EU finanziert ein menschenunwürdige Flüchtlingslager in Libyen mit, um Menschen von der Flucht nach Europa abzuhalten, siehe: https://www.tagesschau.de/investigativ/panorama/fluechtlingslager-libyen-105.html.
[iv] Die Unternehmensberatung McKinsey soll im Zusammenhang mit dem „EU-Türkei-Deal“ unter Umgehung des Vergaberechts einen Auftrag in Millionenhöhe von der EU-Kommission bzw. des Unterstützungsdiensts für Strukturreformen (SSSR) der Kommission erhalten haben, siehe: https://www.spiegel.de/politik/ausland/mckinsey-wie-die-unternehmensberatung-beim-fluechtlingspakt-mit-der-tuerkei-abkassierte-a-26daf863-f713-4465-a3af-928ae7929fb1. In Deutschland war ebenfalls u.a. McKinsey an einer fragwürdigen Beratung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge beteiligt, siehe: https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Millionenzahlungen-Was-hat-McKinsey-beim-Bamf-gemacht-id51295066.html.
[v] Das Bundesverkehrsministerium hat Verordnungen für die Schifffahrt geändert und hindert damit mehrere Schiffe deutscher Seenotrettungsorganisationen am Einsatz, siehe https://www.spiegel.de/politik/deutschland/seenotrettung-im-mittelmeer-organisationen-werfen-andreas-scheuer-verhinderung-von-einsaetzen-vor-a-710ecc95-03ef-4f47-aab8-ada02f4527c3.
[vi] Bundestags-Drucksache 19/18734, abrufbar unter: www.dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/187/1918734.pdf.
[vii] So Bundesinnenminister Horst Seehofer kürzlich, siehe: https://www.tagesschau.de/investigativ/hsb/seenotrettung-143.html.
[viii] Die griechische Küstenwache setzt jüngsten Berichten zufolge aktiv Geflüchtete in hilfloser Lage auf dem Meer aus und nimmt illegale Push-Backs vor.  Deutsche Einsatzkräfte der Bundespolizei, die für Frontex im Einsatz sind, waren mutmaßlich indirekt beteiligt, siehe: https://www.swr.de/report/brutales-vorgehen-gegen-fluechtlinge-wie-die-griechische-kuestenwache-menschen-in-seenot-bringt/text-des-beitrags-brutales-vorgehen-gegen-fluechtlinge-wie-die-griechische-kuestenwache-menschen-in-seenot-bringt/-/id=233454/did=25275232/mpdid=25299500/nid=233454/1guu4js/index.html. .


Kein Neubau des Ankunftszentrums in den Wolfsgärten

Kommenden Donnerstag, am 18.6., stimmt der Heidelberger Gemeinderat darüber ab, ob das Ankunftszentrum für Geflüchtete vom derzeitigen Standort im Patrick-Henry-Village (PHV) in die Wolfsgärten verlegt wird. Die Wolfsgärten sind eine kleine Ackerparzelle bei Wieblingen, an allen Seiten umgeben von Autobahnen und einer Bahnlinie. Letztes Jahr noch war die Mehrheit im Gemeinderat aus humanitären und ökologischen Gründen dagegen, das Ankunftszentrum in die Wolfsgärten zu verlagern, dieses Jahr scheint es anders auszusehen.

Wir sind gegen ein Ankunftszentrum in den Wolfsgärten, weil der Ort als vorübergehender und oft erster Wohnort für Menschen, die auf der Flucht eine lebensgefährliche und traumatisierende Odyssee erlebten, ungeeignet und das Gegenteil einer wohlwollenden Aufnahme ist.

Hier unsere Stellungnahme zur Situation, die so auch an die Fraktionen im Gemeinderat geschickt wurde.

Falls Ihr das auch so seht wie wir, unterschreibt und teilt die Petition dazu und teilt das Video!

Es wird viel Unterstützung brauchen, um die Verantwortlichen im Gemeinderat nachdenklich zu machen. Die Lage in den Wolfsgärten würde eine ohnehin schon schwierige Situation für Menschen, die in Untätigkeit darauf warten, dass über ihr gesamtes weiteres Leben entschieden wird, noch verschlimmern. Helft mit, dass wir in Heidelberg Geflüchteten einen sicheren Hafen geben!

Weitere Aktionen dazu:

  • Die Initiative „Heidelberg in Bewegung“ (HiB) veranstaltet am
    Montag, den 15.06.2020 ab 18:30 eine online Diskussion
    Kein Ankunftszentrum in Heidelberg? Die Unterbringung von Geflüchteten zwischen Integration und Outsourcing.“
    Achtung: hier hatten wir zunächst ein falsches Datum angegeben, die Veranstaltung ist HEUTE!
    HiB lädt alle Interessierten, Akteur*innen (kommunal-)politischer Vereine und Verbände und Bürger*innen Heidelbergs herzlich dazu ein!
    Geladene Podiumsdiskutant*innen sind Jörn Fuchs, Stadtteilvereinsvorsitzender Kirchheim, Mia Lindemann, Vorsitzende des Asylarbeitskreis sowie Moritz Bellers, Projektleiter der IBA. Die Veranstaltung wird von Malte Schweizerhof moderiert.
    Einwählen können sich alle Interessierten über folgenden Link: https://public.senfcall.de/HiB-Ankunftszentrum-Heidelberg
  • Am Dienstag, 16.06.2020, findet um 18 Uhr am Universitätsplatz Heidelberg eine antirassistische Demo statt.
    Die Demo möchte auf die unerträglichen und menschenunwürdigen Bedingungen in den Lagern an den Außengrenzen der EU aufmerksam machen, und gleichzeitig – zwei Tage vor der anstehenden Entscheidung des Heidelberger Gemeinderats – ein klares „Nein“ zur geplanten Verlegung des Ankunftszentrums in die „Wolfsgärten“ aussprechen.
    Bitte respektiert die coronabedingten Auflagen – haltet einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ein und tragt auf der Kundgebung stets eine Mund- und Nasenbedeckung.
  • Außerdem gibt es vor der Abstimmung im Gemeinderat eine Kundgebung
    am Do, den 18.06.2020 um 16 Uhr auf dem Marktplatz in Heidelberg
    mit der Forderung, das Ankunftszentrum im PHV zu belassen. Veranstalter sind der Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. und das BAFF – PHV (Bündnis für Ankunftszentrum, Flüchtlinge und Flächenerhalt – PHV). 
    Auch hier gilt: Bitte respektiert die coronabedingten Auflagen – haltet einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern ein und tragt auf der Kundgebung stets eine Mund- und Nasenbedeckung.

Hilferuf der Sea-Eye: Fotoaktion und Petition

Rettungsschiffe müssen Leben retten dürfen!

sea-eye braucht unsere Hilfe, damit ihr Rettungsschiff ALAN KURDI und die AITA MARI der spanischen Organisation SMH nicht länger im Hafen von Palermo blockiert werden. Rettungsschiffe müssen retten dürfen, wenn im Mittelmeer Menschenleben in Gefahr sind. Deshalb haben wir eine Petition gestartet: change.org/befreit-die-rettungsschiffe

Zum Hintergrund: Nach einer erfolgreichen Mission, bei der die ALAN KURDI 150 Leben rettete, wurde sie schließlich am 5. Mai im Hafen von Palermo von den italienischen Behörden festgesetzt. Einen Tag später passierte dasselbe mit der AITA MARI, die kurz zuvor 43 Menschen gerettet hatte.

Du kannst uns helfen! Mache ein Video oder ein Foto von dir mit unseren Hashtags und fordere mit uns die Freilassung der Rettungsschiffe. Super wäre es, wenn ihr uns diese Fotos dann an info (at) seebruecke-heidelberg.de schickt und über eure Kanäle verbreitet.
Erzähle deinen Freund*innen und Followern, wieso die Schiffe nicht blockiert werden dürfen und rufe dazu auf, die Petition zu unterschreiben! Verbreite das Ganze mit dem Petitionslink und den Hashtags
#freetheships, #freeAlanKurdi und #freeAitaMari.

Vielen Dank für deine Unterstützung!


Seebrücken-Demo „Keine Akzeptanz für Rassismus“ -> Aktion „Schuhe posten“ (fortlaufend auch nach dem 28. März)

Aufgrund der Corona-Situation ist die Durchführung einer analogen Aktion, die für den 28. März geplant war, nicht möglich.

Um dennoch Flagge zu zeigen, rufen wir dazu auf, Bilder von einem Paar Eurer Schuhe zu posten, die gerne mit Euch bei der Demo gestanden wären, beschriftet/dekoriert mit #leavenoonebehind und sonstigen Sprüchen, Schildern, Bannern, Bildern oder Plakaten, die Eure Meinung zur Situation ausdrücken! Zum Beispiel so:

Markiert im Post bitte die Seebrücke Heidelberg, ggf. mit Hinweis auf die Petition: http://leavenoonebehind.de/ .

Ihr könnt diese Bilder ab sofort, nicht erst am 28., unter Eurem Facebook-, Twitter- oder Instagramm Accounts posten. Und/oder Ihr schickt sie uns an info (at) seebruecke-heidelberg.de mit einem entsprechenden Hinweis im Betreff, dann posten wir sie über unsere Konten.

Außerdem schickt uns die Bilder mit einem Namen dazu bitte auch an info (at) seebruecke-heidelberg.de für unsere Webseite! Der Name muss nicht Euer richtiger Name sein, ein Alias (wie Ihr schon immer gerne mal heißen wolltet) reicht. Es soll nur andeuten, dass hinter dem Bild eine reale Person steht. Wir werden alle Posts dort zusammenstellen und in der Fotogalerie oder einer eigenen Präsentation veröffentlichen. Zu gegebener Zeit werden wir diese Zusammenstellung auch an öffentliche Stellen weiterleiten.

Unterstützt mit diesen Bildern doch auch weitere Aktionen zu #LeaveNoOneBehind/Griechische Lager jetzt evakuieren ! Auf der Seite findet Ihr viele Anregungen, wie die Bilder noch genutzt werden können.
Und vergesst nicht den Seebrücken-Aktionstag am 31. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus! Infos dazu stehen weiter unten auf dieser Seite.

Solidarität kennt keine Grenzen!
#LeaveNoOneBehind
#WirhabenPlatz
#savethem
#grenzentöten

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Hier der ursprüngliche Demo-Aufruf:

Keine Akzeptanz für Rassismus – weder in Heidelberg noch weltweit!
Für Seenotrettung, sichere Fluchtrouten und eine Welt, in der niemand fliehen muss.

2019 sind wieder mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer bei ihrer Flucht nach Europa ertrunken. Noch viel mehr starben auf dem Weg zum Mittelmeer beim Versuch die Sahara zu durchqueren. Wer es ans Mittelmeer schafft wird von EU-finanzierten libyschen Milizen, die sich selbst libysche Küstenwache nennen in Folterlagern interniert.

Die Regierungen Europas stützen diese Zustände und tragen dafür Verantwortung. Nicht mehr als der Pass oder das Herkunftsland entscheiden für sie de facto über den Wert eines Menschenlebens.

Doch wir, die Menschen Europas, werden uns damit niemals abfinden. Wir gehen deshalb zum Ende der Internationalen Wochen gegen Rassismus gemeinsam auf die Straße um zu zeigen, dass wir uns diesen rassistischen Zuständen verweigern!


#LeaveNoOneBehind-Kampagne

Auch angesichts der aktuellen Corona-Situation spitzt sich die Lage an den europäischen Außengrenzen weiter zu. Die Situation in den überfüllten Lagern ist katastrophal, es fehlt an allem: von medizinischer Hilfe bis zu hygienischer Grundversorgung. Gefangen und isoliert auf den Inseln sind die Menschen der Pandemie schutzlos ausgeliefert. Denn Schutzmaßnahmen, die auf dem europäischen Festland getroffen werden, sind dort schlicht unmöglich.

Eindrücklich schildert dies auch unser Mitglied Daniel Kubirski, der 2019 für die Hilfsorganisation Mare Liberum auf einer Beobachtungsmission in der Ägäis war und in dieser Zeit auch Moria besucht hat, im Interview mit der RNZ.

Wir wollen niemanden zurücklassen. Wir müssen sofort die Menschen aus den Lagern evakuieren. Wenn die EU und die Regierungen jetzt nicht handeln, wird die schon jetzt herrschende Katastrophe viele weitere Menschenleben kosten.

Ein Video von Erik Marquardt zur Situation und zur Kampagne:
https://twitter.com/erikmarquardt/status/1239987826848038912?s=21

Wie könnt ihr unterstützen?

Viele weitere Hintergrundinformationen, Aktionsideen und Material findet Ihr auf der Webseite der Bundesseebrücke zum Thema: https://seebruecke.org/leave-no-one-behind/

Eine weitere Idee:

Auch wenn wir momentan nicht auf die Straße können, um laut und sichtbar zu sein, können wir trotzdem was tun. Wir packen’s an ruft dringend auf:
Chios braucht Mundschutze!
🧵 Könnt Ihr nähen? 🧵 Dann könnt Ihr helfen und Behelfsmundschutze für geflüchtete Menschen im Lager auf Chios nähen, denn dort fehlt es an allem, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Bei SewSimple findet Ihr eine tolle und kostenfreie Anleitung: http://sewsimple.de/produkt/schnittmuster-mundschutz . Ihr könnt die Befestigung an den Ohren auch wie hier beschrieben ausführen, dann kann man sie hinter dem Kopf verknoten.

✂️ Ihr könnt nicht nähen? ✂️ Dann könnt Ihr auch helfen, indem Ihr Geld für Nähmaterialien vor Ort spendet.

Schickt die Masken an:
Wir packen’s an e.V.
Frankfurter Strasse Ausbau 24
16259 Bad Freienwalde

Spendet Geld an:
Wir packen’s an e.V.
GLS Bank
IBAN DE03 4306 0967 1059 2396 00
Stichwort „Corona“
Betterplace: http://bit.ly/Spende_Corona
PayPal: http://bit.ly/Spende-hier


Dringend: Emails schicken an Seehofer/Merkel/von der Leyen/Johansson, zur Corona-Situation in den Lagern

Eine Mitstreiterin hat heute Mails geschickt an

Schliesst Euch an! Hier die Mailtexte, benutzt die Texte gerne oder schreibt eigene. Ihr könnt das natürlich auch an alle anderen Politiker schicken, die Euch einfallen.

Deutsch: (in dem Fall an von der Leyen)

Sehr geehrter Frau Präsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie dringlichst bitten, für eine Evakuierung der EU-Hotspots auf den griechischen Inseln (Lesbos, Chios, etc.) zu sorgen oder alternativ alles daranzusetzen, eine medizinische Versorgung auf den Inseln sicherzustellen.
Mit der zu befürchtenden Ausbreitung des Coronavirus auch in den Camps naht dort eine Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes. Laut des deutschen Robert Koch Instituts (SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)) mussten in China bis zu 26 % der Erkrankten intensivmedizinisch behandelt werden. Auf den griechischen Inseln gibt es praktisch keine medizinische Versorgung. Angesichts dessen und der hohen Infektiosität sowie der hygienischen Gegebenheiten ist ohne schnelles und beherztes Einschreiten allein auf Lesbos mit Tausenden Toten zu rechnen.
Dies, während in Deutschland und weiteren EU-Mitgliedstaaten permanent die Aufnahmebereitschaft durch unzählige Kommunen und Zivilgesellschaft erklärt wird. Ihnen bietet sich die praktische Möglichkeit zur Verhinderung, es scheitert nur am politischen Wollen.

Sie dürfen eine solche Katastrophe auf den griechischen Inseln unter unser aller Augen nicht zulassen!

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]

Englisch (an Johansson):

Dear Commissioner Johansson,

I urge you to ensure that the EU hotspots on the Greek islands (Lesvos, Chios, etc.) are evacuated or, alternatively, to do everything possible to ensure that medical care is available on the islands.
With the spread of the coronavirus to be feared in the camps, a disaster of indescribable proportions is approaching. According to the German Robert Koch Institute (SARS-CoV-2 Profile of Coronavirus Disease-2019 (COVID-19)), up to 26% of the sick in China had to be treated with intensive care. There is practically no medical care on the Greek islands. In view of these circumstances, the high infectivity and the hygienic conditions, thousands of deaths are to be expected on Lesvos alone without quick and courageous intervention.
In Germany and other EU member states the readiness to take in refugees is permanently declared by countless communities and civil society. A possibility to prevent a catastrophe is given, until now it only fails due to the lack of political will.

You must not allow such a catastrophe on the Greek islands to happen!
Thank you.

Yours faithfully,
[Unterschrift]


Verschoben, aber nicht aufgehoben – Rettungskette für Menschenrechte im Frühjahr 2020

Das Orgateam der Rettungskette für Menschenrechte plante ursprünglich am Mitte Mai 2020 eine ideelle Menschenkette von Norddeutschland über Österreich und Italien zum Mittelmeer.

Aufgrund der Corona-Situation wird die Menschenkette um einige Wochen verschoben. Das neue Datum wird baldmöglichst mitgeteilt.

Die Kette führt über Hamburg, Hannover, Bielefeld, Dortmund, Köln, Koblenz, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm nach Reutte und von dort aus dann nach Österreich. An vielen Orte der Route werden Menschen stehen, die für Menschenrechte einstehen und mit der derzeitigen Politik der EU und der europäischen Länder nicht einverstanden sind. Es geht dabei nicht um die Länge der Kette, es geht um den symbolischen Wert. Ziel ist es, möglichst lange Teilstrecken zu bilden.

SEID DABEI! Meldet Euch weiterhin an!

Die Seebrücke Heidelberg organisiert den Teilbereich um Heidelberg und bittet alle Vereine, Organisationen und Gruppen, die mit mehr als 10 Personen teilnehmen können, sich zwecks Aufstellungsplanung bei uns zu melden unter:
rettungskette (at) seebruecke-heidelberg.de

Die Strecke um Heidelberg herum wird von Edingen am Neckar entlang nach Heidelberg und weiter nach Sandhausen führen. Je größer die Gruppen sind, umso einfacher wird es für uns, die Verteilung zu organisieren!

Weitere Infos zum Verlauf der Strecke und ggfs. organisatorischen Hinweisen folgen an dieser Stelle. Für allgemeine Infos sei die Homepage der Rettungskette empfohlen (nicht irritieren lassen, dass die URL noch 2019 enthält – bei großen Projekten braucht die Realisierung manchmal etwas länger, aber gut Ding will ja Weile haben 😉 )