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Hier finden sich Beiträge aus unserer Facebook-Seite und weitere Informationen.


Ausstellung „Am seidenen Faden“ ab Mi, 23.09.2020

Christuskirche, ab dem 23.09.2020
Zähringerstr. 30, 69115 Heidelberg/Weststadt

Unser Mitstreiter und Fotograf Daniel Kubirski war im Spätsommer 2019 auf einer Beobachtungsfahrt auf der Mare Nostrum im östlichen Mittelmeer und anschließend im Lager Mona auf der griechischen Insel Lesbos unterwegs. Mit seiner Kamera hat er festgehalten, was und wer ihm auf dieser besonderen Reise begegnet ist: Menschen, Gegenstände, Überbleibsel, die von Aufbruch und Flucht, Hoffnung und Verzweiflung erzählen. Die Bilder werden biblischen Texten in Dialog gesetzt, die die Erfahrungen von Geflüchteten und Exilierten widerspiegeln.

Veranstalterin: Christus-Luther-Markus Gemeinde, https://clm.ekihd.de


Initiative Sicherer Hafen Baden-Württemberg gestartet

Als im Sommer 2018 das begann, was heute normal ist, Stand-Offs auf dem Mittelmeer für die Schiffe, die Menschen retten, und eine Kriminalisierung der Retterinnen, gründete sich die Protestbewegung Seebrücke. Seitdem haben sich nicht nur in Deutschland vielerorts Lokalgruppen zusammengeschlossen, die dann oft ihre Kommunen überzeugten „sicherer Hafen“ zu werden. In den vergangenen Monaten hat die Seebrücke ihren Fokus, das Mittelmeer, um die Situation der Lager an den europäischen Außengrenzen, erweitert. Medial sind vor allem Hotspots wie Moria auf den griechischen Inseln bekannt. Die Kernforderungen der Bewegung sind die Schaffung sicherer Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung, die Schaffung dauerhafter Bleiberechte, sowie die Evakuierung aller Lager. Als junge Bewegung in dem Feld Flucht und Migration hat die Seebrücke mittlerweile angefangen sich mit anderen Akteurinnen in diesem Feld zu vernetzen. Genau das ist nun auch der Plan, um Baden-Württemberg in den kommenden Monaten gemeinsam zum sicheren Hafen zu machen! #LeaveNoOneBehind

Weitere Infos auf Social Media:
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Musikvideo der Space Busters

Die Space Busters haben uns ein sehr gelungenes Musikvideo gewidmet: https://www.youtube.com/watch?v=p1b1POFCakA
Vielen Dank dafür!


Der Rapper Disarstar hat einen sehr stabilen Song zu #LeaveNoOneBehind geschrieben. Ansehen und Teilen!


UPDATE zum Blogeintrag vom 13. April 2020

„Zwölf Menschen haben durch europäisches Handeln und Nicht-Handeln im Mittelmeer ihr Leben verloren. Die Behörden in Malta, Italien, Libyen, Portugal, Deutschland sowie die EU-Grenzagentur Frontex wurden über eine Gruppe von etwa 55 [später bestätigten 63] Personen in Seenot informiert. Sie entschieden sich aber dafür, zwölf von ihnen verdursten oder ertrinken zu lassen, während sie die Zwangsrückführung der Überlebenden nach Libyen, einem Ort des Krieges, der Folter und Vergewaltigung, koordinierten.“

https://sea-watch.org/zwoelf-tote-und-eine-illegale-rueckfuehrung-nach-libyen/


13. April 2020 – Vorkommnisse am Osterwochenende

Die folgenden Informationen stammen aus dem Newsletter von Sea-Watch e.V. und dem unten verlinkten ZEIT-Artikel:

Am Samstag wurden vier Seenotfälle vor der Südküste Maltas bei der Telefonhotline für Menschen in Seenot, Alarm Phone, gemeldet. Auch Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache war über die 250 Menschen in Seenot informiert, hat sie sogar aus der Luft mit ihrem Flugzeug Eagle1 beobachtet.

Sonntag Früh hat die Luftaufklärungsmission von Frontex erneut vier Boote gesichtet – aller Wahrscheinlichkeit nach die selben Boote, die dem Alarm Phone gemeldet wurden. Eins der Boote mit mutmaßlich 85 Menschen an Bord ist über Nacht gekentert und trieb nur noch an der Oberfläche. Sea-Watch e.V. muss annehmen, dass alle Menschen, die an Bord waren, ertrunken sind, da es keine Informationen über eine Rettung oder Rückführung gibt. Die Position und Notlage waren bekannt. Europa hat sie an Ostern ertrinken lassen.

Von den übrigen drei Booten erreichte eines laut Frontex inzwischen Italien. Die anderen beiden seien zuletzt weiterhin auf See gesichtet worden.

Ein ZEIT-Artikel zu den Vorkommnissen: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/migranten-mittelmeer-sea-watch-italien-hafen


07. April 2020 – Brief aus dem Innenministerium

Klare Haltung der Bundesregierung. 👎

Der Abteilungsleiter für Migration, Integration, Flüchtlinge und europäische Harmonisierung im BMI bittet die Seenotretter*innen wegen der „Lage“ keine geflüchteten Menschen mehr zu retten. Das Bundesinnenministerium appelliert dafür, Menschen sterben zu lassen und tatenlos dabei zuzuschauen. Die Bundesregierung will, dass andere genauso untätig wie sie selbst sind.


Interview mit Daniel Kubirski zur Situation auf Lesbos

Unser Mitglied Daniel Kubirski war 2019 für Mare Liberum auf einer Beobachtungsmission in der Ägäis und besuchte dort auch Moria. In diesem Interview in der RNZ gibt er seine Einschätzung der aktuellen Situation vor Ort weiter, und was passieren könnte, wenn dort der erste Corona-Fall eintreten sollte.

Aufgrund der von der griechischen Regierung angeordneten Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 muss auch die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern und Familien auf der Insel Lesbos aussetzen. „Die Menschen, und ganz besonders Kinder und Jugendliche, sind ohnehin in einer sehr schwierigen psychischen Verfassung. Verzweiflung, Depressionen und Angst sind weit verbreitet. Wenn unsere Mitarbeiter nun nicht mehr täglich kommen, bedeutet das eine zusätzliche Verunsicherung“, sagt SOS-Nothilfekoordinatorin Popi Gkliva. Quelle: obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Alea Horst


25.03.2020 – Zur Lage auf Lesbos

#SAVETHEM JETZT !
Die Zustände sind erbärmlich, Versorgung wird zurück gefahren, Krankheiten brechen aus, die Lager abgeriegelt, die Menschen leben noch immer im Dreck, Erik Mrqrdt berichtet, Journalisten müssen Lesbos heute verlassen sonst drohe ihnen Haft…
Wir wissen was das bedeutet: Die Menschen werden ohne Zeugen sterben. Selbst das Europäische Parlament fordert die Evakuierung der Lager.

#leavenoonebehind #lesvos #moria #notmyEU #defendhumanity


#LeaveNoOneBehind

Unsere Solidarität muss grenzenlos sein, und darf nicht vor den Ärmsten der Armen Halt machen.
Bitte unterzeichnet diese Petition für die Evakuierung der Griechischen Lager und verbreitet sie vielfach: http://leavenoonebehind.de/

Zwei Artikel zum Thema:

https://www.zeit.de/2020/13/coronavirus-lesbos-fluechtlingslager-moria-asylpolitik-griechenland

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-03/corona-lesbos-fluechtlinge-moria-medizinische-versorgung

Aktionen und Aktionsideen hier: https://seebruecke-heidelberg.de/aktuelles/


Interview zur Lage auf Lesbos (05. März 2020)

Flo, die gerade an Bord der MARE LIBERUM ist, im Gespräch mit ZEIT ONLINE:

„Die organisierten Strukturen von rechts gibt es auf der Insel schon sehr lange. Sie waren nur immer deutlich kleiner und nicht so präsent. Dass die Rechten hier auf Lesbos jetzt so stark sind, ist dem Versagen der EU-Außenpolitik geschuldet und der Tatsache, dass die griechischen Inseln mit den ankommenden Geflüchteten seit Jahren komplett alleingelassen werden. Die Situation ändert sich nur, wenn sich die Grenzpolitik der EU ändert. Die Probleme hier können vor Ort nicht gelöst werden.“

https://www.zeit.de/campus/2020-03/lesbos-fluechtlinge-griechenland-grenzoeffnung-tuerkei-eu?fbclid=IwAR3k8kALQV8GxcBgBXbEyoiSEO3TOcLf0eKHr21bUK842ms_OKMJal5QN40


Rechtsgutachten zum Landesaufnahmeprogramm

Erik Marquardt, MEP der Grünen, hat bei der renommierten Kanzlei Redeker Sellner Dahs eine rechtliche Stellungnahme zum Landesaufnahmeprogramm in Auftrag gegeben.

Zitate aus der Zusammenfassung:
„…entspricht es deshalb der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung, dass die Aufnahme von Flüchtenden aus den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln von der Bundesregierung nicht verweigert werden darf.“
Ausgangspunkt dieses Spielraums ist laut Gutachten „die im Grundgesetz verankerte Eigenstaatlichkeit der Bundesländer“.

Mehr Infos dazu gibt es in vielen Zeitungen, unter anderem im Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Das Gutachten vom 5. März 2020 ist hier nachzulesen.


++++Veranstaltungshinweis++++

Heute (05.03.2020) findet um 20 Uhr die Vernissage des Vereins EVA e.V. – Heidelberg zur Ausstellung „Woran das Herz hängt – Flucht und Erinnerung“ im Foyer des Rathauses der Stadt Heidelberg Stadt.
Wir sehen uns da!

In der Begleitveranstaltung finden Vorträge und spannende Gespräche mit geflüchteten Menschen über ihre Erfahrungen in Deutschland und auf der Flucht statt. Am 17.03. „Ankommen in Deutschland“, am 24.03. „Mütter mit ihren Kindern hinter Gittern“. Schaut rein:
https://www.eva-heidelberg.de/


Zur Kundgebung am 03. März 2020 auf dem Bismarckplatz

DANKE, dass ihr gestern so zahlreich da wart – wir waren mindestens 250 Leute.
Das ist ein starkes Signal!
Leider erfordern es die Umstände, dass wir weiter laut sind und auf die Straße gehen, das nächste Mal am 28.03.2020.
Kommt ihr mit?

Hier noch die Rede von Daniel Kubirski auf der Kundgebung, zum Nachlesen und Weiterleiten.


12. Februar 2020 – Beitrag des MDR zur Mission der Lifeline

TV Tip:
„Die Mission der Lifeline“
9.2. | 23:35h | mdr fernsehen
nachzusehen hier: https://www.mdr.de/tv/programm/sendung870508.html


MDR.DE
Die Mission der Lifeline
Ihr Ziel: Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten. Dafür haben Axel Steier und sein Team vom Dresdner Seenotrettungsverein „Mission Lifeline“ erfolgreich Spenden gesammelt. Mit einem eigenen Schiff sollte es ins Mittelmeer gehen. In seiner Heimatstadt Dresden schlägt Axel Steier für diese Idee nicht nur Liebe entgegen. Neben dem öffentlichen Hass muss er Angriffe, Ermittlungen und Prozesse aushalten. Und dann die Realität auf dem Meer: Ölverlust, Flüchtlingsboote, die vor aller Augen zu sinken beginnen, sogar Beschuss durch libysche Milizen. Über zwei Jahre hat das Filmteam Axel und seine Mannschaft mit der Kamera begleitet – bis vor die libyschen Küste, wo sich der Versuch, Leben zu retten, zunehmend auch zu einem Kampf um die europäische Idee entwickelt.


28. Januar 2020 – aktueller Beitrag des ARD-Panorama zur Situation in Libyen

Sebastian Kurz vor wenigen Tagen: „Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen“
Darum Triggerwarnung: Hässliche Bilder.
6 Minuten die weh tun. 6 Minuten, die hässlich sind. 6 Minuten, die zeigen, wie das Problem für Europa aussieht.
Diese Menschen müssen da raus.
#schameonEU #notmyEU


ARDMEDIATHEK.DE
EU-Politik: Weniger Flüchtlinge hier, mehr Leid in Libyen
Ein EU-finanziertes Auffanglager in Libyen sollte eine „Alternative“ zu den libyschen Haft -und Folterlagern für Flüchtlinge werden. Doch die Zustände dort sind desolat.


27. Januar 2020