Vergangene Aktionen und Beiträge

Hier veröffentlichen wir frühere Beiträge sowie Dokumentationen und weiterführende Informationen zu einigen unserer größeren Aktionen in der Vergangenheit.

Informationen zu aktuellen und zukünftigen Aktionen und Veranstaltungen finden sich auf der Seite Aktuelles.

Viele der kleineren Aktionen können wir nicht dokumentieren, weil wir dafür nicht die notwendigen Ressourcen haben.


23. Mai 2020: Kundgebung auf dem Universitätsplatz

15:00 – 16:00 Uhr
Universitätsplatz Heidelberg

Corona ist tödlich – besonders für diejenigen, die sich nicht davor schützen können. In den Lagern auf den griechischen Inseln sind geflüchtete Menschen diesem tödlichen Virus weiterhin auf engstem Raum ausgeliefert. Seit Wochen fordern bundesweit zehntausende Menschen die sofortige Evakuierung der griechischen Lager, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.
Am 23. Mai werden wir diese Stimmen wieder bündeln und gemeinsam in Deutschland und Europa zeigen: Die Menschen in den europäischen Lagern gehören hierher – #LeaveNoOneBehind !

Während über 150 Städte sich in Deutschland aufnahmebereit erklärt haben, holte die Bundesregierung kürzlich gerade einmal 47 Minderjährige aus dem Lager Moria auf Lesbos nach Deutschland. Ein Staat, der in kürzester Zeit 200.000 deutsche Tourist*innen zurückholen und 80.000 Erntehelfer*innen für die Rettung des deutschen Spargels einfliegen kann, zeigt deutlich seine Prioritäten: Das Leben der Geflüchteten ist ihm nichts wert.

47 Menschen aufzunehmen ist ein peinlicher Versuch, das nationale Gewissen reinzuwaschen. Für mehrere Zehntausend Menschen ändert es aber nichts: Sie sind dem Virus in Lagern und Sammelunterkünften schutzlos ausgeliefert – ob in Griechenland, auf dem Balkan oder in deutschen Massenunterkünften, in denen der empfohlene Mindestabstand und die Hygienevorschriften zu einer Farce werden. 

Dieses vorsätzliche Versagen der Bundesregierung und der EU nehmen wir nicht hin. Wir lassen uns mit 47 aufgenommenen Menschen nicht ruhig stellen. Unser Protest endet erst, wenn alle Menschen in Sicherheit sind. 

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Situation in Griechenland und der Untätigkeit und Ignoranz der europäischen Regierungen plant der Verbund der Seebrücken BW auf die politisch Verantwortlichen zu zugehen, um ein Landesaufnahmeprogramm (LAP) des Landes Baden-Württemberg auf den Weg zu bringen.
Das LAP soll die Möglichkeit schaffen mehr Menschen aus den griechischen Lagern zu evakuieren um ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Es ist wichtiger denn je, dass das Thema weiterhin sichtbar bleibt. Deshalb findet am 23. Mai von 15:00 – 16:00 Uhr auf dem Uniplatz in Heidelberg eine Kundgebung statt.

Nutzt zudem #LeaveNoOneBehind und #EvacuateNow im Netz, um eurer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Wir bleiben laut, bis alle Lager evakuiert wurden!
#LeaveNoOneBehind #EvacuateNow #BWNimmtAuf #LAPBWjetzt


Kundgebungen „Corona kennt keine Grenzen“ am Do, den 14.05.2020

Die Situation in den völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln ist schon unter „normalen“ Bedingungen eine Katastrophe – viel zu wenig Wasserstellen und Sanitärbereiche, kaum eine Abfallentsorgung, insbesondere für Kinder völlig unzureichende Zeltunterbringungen. In einer Pandemiesituation sind die Zustände um ein Vielfaches beklemmender. Wir fordern: die Menschen müssen JETZT evakuiert werden!

Deshalb planen wir am Donnerstag, den 14.05.2020 Kundgebungen an 3 Orten:
um 16 Uhr starten wir am Friedrich-Ebert-Platz, fahren von dort (einzeln) mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zum Wilhelmsplatz in der Weststadt und von dort aus zum Fußgänger-/Radweg am Rande der Bahnstadt.

Wir wollen an den verschiedenen Orten mit großen Transparenten und Plakaten sichtbar sein und es wird auch Redebeiträge und ggfs. Musik geben.

Alle Teilnehmenden müssen zu jeder Zeit 1,5 m Abstand halten und Mundschutz
tragen.
Wir werden einige Mundschutze vorhalten, bitten aber darum, schon mit Mundschutz zu kommen!

Meldet Euch gerne bei uns, wenn Ihr kommen möchtet, insbesondere mit einer größeren Gruppe, das erleichtert uns die Organisation der Corona-Maßnahmen.

Für alle, die uns am Wilhelmsplatz verpassen: der Standort der letzten Kundgebung ist auf den Schwetzinger Terrassen, in der Nähe der Rehovotstrasse, nicht weit vom Gadamerplatz. Haltet einfach Ausschau nach den orangenen Schildern 🙂

Kommt zahlreich, bringt Transparente und Plakate mit und sagt es allen weiter!


Zweite Online-Demo am 19. April 2020

Die Situation in den griechischen Lagern ist leider unverändert schlecht. Durch COVID-19 sind die Menschen einer weiteren, lebensbedrohlichen Gefahr ausgesetzt. Alles, was wir hier zum Schutz vor dem Virus tun können – wie Social Distancing oder regelmäßiges Händewaschen – ist in den Lagern unmöglich und #StayAtHome ist nur für jene möglich, die auch ein zu Hause haben!

Macht mit uns auf die unwürdige Situation aufmerksam und unsere Forderungen rund um #LeaveNoOneBehind im Stadtbild sichtbar. Verteilt zum Beispiel Plakate, hängt Banner aus euren Fenstern, schreibt mit Kreide auf die Straße, … – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Schickt uns eure Fotos an info (at) seebruecke-heidelberg.de, dann können wir sie auf der Webseite, auf Facebook, Twitter und Instagram veröffentlichen.

Wenn ihr die Fotos auch an online-events (at) seebruecke.org schickt, können sie Teil der Online-Demo der Bundesseebrücke am 19.04.2020 um 16 Uhr werden.


Wir hinterlassen Spuren – 05.04.2020

Am Sonntag, dem 05.04.2020, wollen wir ein Zeichen setzen: am Palmsonntag, dem Beginn der Karwoche, soll der Garten an der Christuskirche in der Weststadt zu einem sichtbaren Apell werden: Holt die Menschen da raus!
Deswegen rufen wir Euch dazu auf, ein Paar Eurer Schuhe zusammen mit einer Botschaft in den Garten zu stellen, am

So., den 5. April 2020
zwischen 11 und 17 Uhr
im Garten der Christuskirche
Zähringerstraße 26, 69115 Heidelberg.

Achtet dabei unbedingt darauf, die Corona-Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln einzuhalten!
Die Schuhe können nach 17 Uhr bis 18:30 Uhr wieder abgeholt werden, übriggebliebene Schuhe werden (je nach Zustand) gespendet oder entsorgt. In Einzelfällen kann ggfs. eine individuelle spätere Abholung vereinbart werden, sprecht in dem Fall die Aktionsbetreuer*innen vor Ort darauf an.

Wir werden die Aktion fotografisch dokumentieren und als Botschaft nach Berlin schicken. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Heidelberg statt und ist Teil des bundesweiten Aktionstags unter dem #LeaveNoOneBehind.
Weitere Informationen und Mitveranstalter gibt es hier: https://seebruecke.org/leavenoonebehind/

Mit der Aktion am Sonntag wollen wir eine Möglichkeit schaffen, unter den gegenwärtigen Bedingungen im öffentlichen Raum sichtbar Protest zu äußern. Wenn wir nicht gemeinsam protestieren können, möchten wir trotzdem deutlich machen, dass es viele Menschen gibt, die gerade angesichts der Gefahr des Corona-Virus die Evakuierung der griechischen Lager fordern. Es geht dabei nicht darum, dass wir das Ansteckungsrisiko für uns und unsere Nachbar*innen erhöhen oder prinzipiell die Schutzmaßnahmen anzweifeln, sondern dass wir ein Zeichen für die Ausweitung der Solidarität gerade auf die gefährdetsten Menschen setzen.

#leavenoonebehind #wirhabenplatz #wirhinterlassenspuren

Bilder der Aktion findet ihr in unserer Fotogalerie.


Seebrücken-Aktion am internationalen Tag gegen Rassismus – 21. März 2020

Wir rufen dazu auf, am internationalen Tag gegen Rassismus mit Transparenten, Stoff, Kerzen oder anderen Symbolen unsere Solidarität zu zeigen und schließen uns damit einer bundesweiten Aktion an.

Dekoriert eure Fassade, euren Balkon, euer Fenster. Zeigt eure Solidarität mit allen, die kein Zuhause haben, mit allen, die von Rassismus betroffen sind. Lasst uns deutlich machen, dass wir auch in solch einer schweren Krise Empathie und Mitgefühl mit denen hochhalten, die der Virus am härtesten trifft.

Aktiv gegen den Zustand der Lethargie und für die Solidarität: Schmückt eure Wohnung, euer Haus und postet Bilder davon unter: #LeaveNoOneBehind und #grenzentöten.
Ihr kennt andere Wege, eure Solidarität kreativ zu zeigen? Nur zu, jede Form des Protests ist gut und wichtig!

Viele weitere Aktionsideen und Hintergrundinformationen zur Aktion findet Ihr auf der Seite der Bundesseebrücke: https://seebruecke.org/leave-no-one-behind/


Helft mit: Brief an den Innenminister zur Lage in Griechenland

Mimycri aus Berlin hat einen offenen Brief an unseren Innenminister gestartet, den Organisationen und öffentliche Personen gerne mitzeichnen sollen (Kontakt steht im nächsten Abschnitt). Hier findet Ihr Den Text dazu.
Außerdem gibt es eine Vorlage, die jeder von uns persönlich an Horst Seehofer schicken kann: ladet Euch dazu entweder die Vorlage herunter und verschickt die selbst (hier gibt es diese als odt und hier als docx). Oder zeichnet bei Vera von Mimycri mit (Kontakt steht im nächsten Abschnitt). Den Text zum Anschauen im Browser gibt es hier als pdf.

Kontakt zum Mitzeichnen:

Meldet Euch als Organisation entweder bei der Seebrücke Heidelberg ( heidelberg (at) seebruecke.org ) oder direkt bei Vera von Mimycri per Facebook. Einzelpersonen die Mitzeichnen wollen kontaktieren Vera am besten auch direkt über Facebook. Wenn Ihr das nicht wollt, verschickt den Brief selbst – viel Protestpapier in Seehofers Briefkasten macht sich immer gut – oder meldet Euch bei uns.

Der Aufruf von Mimycri:

Wir sind betroffen und schockiert über die aktuelle Lage in Griechenland. 

Jetzt kommt es wirklich darauf an, wer wir als Europäer*innen sein wollen. Wir von mimycri wollen solidarisch mit den Menschen sein, die ihre Heimat verlassen und fliehen mussten. 

Deshalb haben wir einen Brief an unseren Innenminister geschrieben (anbei), mit der Bitte, sein Einvernehmen zu geben, dass die über 100 Städte, Gemeinden und Kommunen, die sich bereit erklärt haben, besonders Schutzbedürftige aufzunehmen, dies endlich auch tun können.

Je mehr bekannte Menschen, Organisationen und Unternehmen diesen Brief unterzeichnen, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sein Einvernehmen gibt.


Wenn ihr Euch also auch solidarisch zeigen wollt, könnt ihr uns bis

— spätestens Montag, den 9. März 2020 —

Bescheid geben, dann setzen wir Euch auf die Liste der Unterzeichner*innen. 


Kundgebung zu aktuellen Ereignissen auf den griechischen Inseln

Die Rede von Daniel Kubirski auf der Kundgebung könnt Ihr hier nachlesen.

Die Ereignisse auf den griechischen Inseln überschlagen sich. Mit Gewalt hält das #EU-Mitglied #Griechenland Geflüchtete ab, das Land zu betreten und Asylanträge zu stellen. Es gibt Berichte über Schusswaffeneinsatz und unterlassene Hilfeleistung durch die griechische Küstenwache. Es gibt Übergriffe auf Journalist*innen und Helfer*innen. Das alles, während 140 deutsche Kommunen sich zur Aufnahme bereiterklärt haben.


Vortrag/Erfahrungsbericht „Werterhalt – mit der Mare Liberum in der Ägäis“, am Do, den 27. Februar 2020

Ein Vortrag mit Daniel Kubirski zu Flucht und Abschottung an Europas Außengrenzen, mit anschließender Diskussion.

Ort: Café Leitstelle im Dezernat 16, Heidelberg Bergheim
Zeit: Do, 27.02.2019, 19:00 – 21:30 Uhr

Im Oktober begleitete Daniel Kubirski eine Beobachtungsmission auf der Mare Liberum in der östlichen Ägäis im Mitelmeerraum. Über 70.000 Menschen gelang im vergangenen Jahr die Flucht nach Griechenland, aber sehr viele starben hier oder wurden gegen geltendes Recht zurück in die Türkei geschickt.

Seit dem Angriff der Türkei auf die Kurden in Rojava, Nordsyrien verschärft sich die Lage erneut und erhöht den Druck auf Küstenwachen und die Aufnahmelager auf den Inseln Lesbos, Chios und Samos.

Vortrag mit anschließender Diskussion: Welche Möglichkeiten haben wir in Heidelberg? Ankunftszentrum, freiwillige Aufnahme, Solidarity City?

Gastgeber: Die LINKE – Fraktion im Heidelberger Gemeinderat und Mare Liberum.


Demo „Für Demokratie und Gerechtigkeit in Togo“ am Sa, den 15. Februar 2020

Das Netzwerk der Togoischen Diaspora ruft zur Demonstation für Demokratie und Gerechtigkeit in Togo und gegen die Zerstörung der Umwelt durch den Kalk- und Phosphatabbau in Togo auf. Den Aufruf unterstützen wir!

Treffpunkt: 13 Uhr am Hauptbahnhof

Weitere Stationen sind Bismarckplatz und Universitätsplatz, die Abschlusskundgebung findet am Adenauerplatz statt.

Heidelberg wurde ausgewählt, weil HeidelbergCement einer der größten Investoren ist und maßgeblichen ökonomischen Einfluss in Togo hat.

Verlierer des Phosphatabbaus sind die Menschen, Tiere und die Natur. Das abgebaute Erz wird mit Salzwasser aus dem Atlantik gewaschen und in diesen wieder zurück geleitet. Das Wasser an der Westküste ist gelb gefärbt, die Strände ebenfalls. Die eingeleitete Brühe der Mine zerstört das maritime Ökosystems. Der erlaubte Phosphatgehalt pro Liter Wasser wird um ein Vielfaches überschritten. Fische und Meerestiere sind mit Blei und Cadmium verseucht. Um die Umweltverschmutzung zu stoppen bräuchte es eine Sanierung der Fabrik und eine Wasseraufbereitungsanlage. Doch Vorschläge werden von Togos Behörden abgeblockt. Und so frisst sich der umweltzerstörende Tagebau vorwärts und verseucht weiterhin die Umwelt. Eine Entschädigung an die vom Tagebau betroffenen Menschen gibt es scheinbar nicht.

Weitere Infos zur Demo gibt es hier bei Aktion Bleiberecht.


#WirHabenPlatz – Aktionstag der Seebrücke am 08.02.2020

Schon viel zu lange sitzen Kinder, Jugendliche, Familien und Einzelpersonen in überfüllten Lagern auf griechischen Inseln fest. Die Lebensbedingungen in diesen Lagern sind unmenschlich: Es gibt kaum Infrastruktur, Menschen müssen in bitterer Kälte draußen schlafen – ohne jeglichen Schutz. Mehr als 40.000 Menschen werden in diesen Lagern festgehalten, darunter auch über 4.000 unbegleitete minderjährige Menschen.

Dutzende Kommunen und Bundesländer in ganz Deutschland sagen: Wir haben Platz und wollen Kinder und Jugendliche  aus griechischen Lagern aufnehmen. Doch Innenminister Seehofer blockiert – und die Kinder können nicht nach Deutschland kommen. 

Wir sagen, es ist Zeit für Druck auf der Straße! JETZT ist die Zeit gekommen, den Widerstand des Bundesinnenministeriums zu brechen und tatsächlich Menschen aus den Lagern nach Deutschland zu evakuieren! 

Deshalb fordern wir am 08. Februar 2020 gemeinsam:

  • Unbegleitete minderjährige geflüchtete Menschen sofort aus den griechischen Lagern evakuieren!
  • Blockade des Innenministers beenden: Kommunen und Ländern müssen zusätzliche Menschen eigenständig aufnehmen dürfen! 

Wir rufen auf zu einem dezentralen Aktionstag mit Kundgebungen vor den Büros der Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD!
Macht Lärm, ladet die Presse ein, schafft öffentliche Aufmerksamkeit und macht es in der ganzen Stadt bekannt: Wir wollen aufnehmen – unsere Abgeordneten sind jetzt dafür verantwortlich, die Blockade des Innenministers zu beenden und die Aufnahme der Kinder zu ermöglichen!
Schon zwei Tage nach unserem Aktionstag fahren alle Abgeordneten zur Sitzungswoche des Bundestages! Machen wir genug Druck, geben sie ihn direkt in Berlin an Seehofer weiter – so könnten wir ihn zum Handeln zwingen!

Die Aktion unterstützen könnt Ihr im Heidelberger Umfeld hier:


22.12.2019

Liebe Brückenbauer,
heute ist der 4 Advent, in 2 Tagen feiern wir Weihnachten, das Jahr und auch ein Jahrzehnt geht zu ende. Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück – im Guten wie auch im Schlechten.
Viele schlimme Nachrichten erreichten uns, über Menschen die uns und Europa nicht erreichten. Von denen die uns berichten können, erfuhren wir viel über die Zustände in libyschen Gefängnislagern, über Menschenhandel, Folter und Abgründe die jede Vorstellungskraft sprengten. Über das Sterben nicht nur auf dem Meer, sondern auch auf dem Weg dorthin, und sogar über das Sterben innerhalb unserer Grenzen.
Alles ist inzwischen mit einer unmenschlichen Effizienz bewacht und verriegelt, eine Vision die man z.B. in dem Film „Der Marsch“ von 1990 noch für Science Fiction hielt, wurde weitgehend Wirklichkeit.
Retter wurden kriminalisiert, angeklagt, Schiffe festgesetzt und beschlagnahmt. Aber für die Menschen in Not und Gefahr übernimmt niemand die Verantwortung.
Doch schauen wir auf die guten Ereignisse:
Es gibt inzwischen 120 Städte die sich zum sicheren Hafen erklärten, unter ihnen sind Bündnisse und Vernetzungen entstanden, die daran arbeiten die Kernforderung der Seebrücke praktisch werden zu lassen. Wir hatten viele Veranstaltungen, Demos, Infostände, Film- und Diskussionsabende, Vorträge, eine Soliparty. Über einen bewegenden Gottesdienst konnten wir etwa 1200 € für die Alan Kurdi mobilisieren, insgesamt haben wir in Heidelberg über 2500 € gesammelt, die wir an verschiedene Organisationen weitergegeben haben.
Das alles war ohne das Engagement vieler, aber auch ohne die Unterstützung von nochmal so vielen nicht möglich gewesen. Die Heidelberger Kirchen, Stadträte und auch der Oberbürgermeister haben sich für unsere Anliegen eingesetzt. Dafür sagen wir DANKE ! Auch geht ein Danke an jede/n der/die unsere Aktionen besucht, und damit bereichert hat.

Jeder kann etwas geben, und neben materiellen Dingen, wie einer warmen Decke für Menschen in Moria, gibt es etwas das jeder von euch schenken kann: Emphatie, Solidarität und Menschlichkeit. Solange wir Begleiter wie euch haben sehen wir zuversichtlich ins neue Jahr. Wir verneigen uns vor dieser Unterstützung und machen weiter, mit euch.
Ein frohes Fest, wie immer ihr das feiert,
DANKE !

Bild: Daniel Kubirski / Lichtorte

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