Solidarity City Heidelberg

SOLIDARITY FROM SEA TO CITY

Solidarity City ist ein Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen, das sich dafür einsetzt, allen Bewohner*innen der jeweiligen Stadt gleiche Rechte zu ermöglichen.

Für alle Menschen, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten, Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Körperlichkeit, Aufenthaltsstatus, Alter oder Religion, sollen ohne Einschränkungen die gleichen Grundrechte auf soziale, gesellschaftliche und politische Teilhabe gelten.

Konkret bedeutet das z.B.:

  • gleichberechtigter Zugang zu städtischen Infrastrukturen
  • das Ermöglichen von Bildung und politischer Mitbestimmung
  • medizinische Beratung und Versorgung
  • ein Recht auf kulturelle Teilhabe
  • ein Recht zu bleiben

In vielen Städten in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ist der Prozess, eine Solidarity City zu werden, schon in vollem Gang (->https://solidarity-city.eu/de/)

Das Heidelberger Bündnis Solidarity City ist erstmals im Januar 2019 hervorgetreten mit einer Mahnwache gegen die Verlegung des Ankunftszentrums in die „Wolfsgärten“, weil ein Ankommen vielfach traumatisierter, vor Krieg und gewaltsamer Unterdrückung geflohener Menschen in einem ghettohaften Areal zwischen zwei Autobahntrassen und einer Bahntrasse unmenschlich ist.

Aktuelle Entwicklungen

Dieses Thema ist nach einem Jahr immer noch auf der Tagesordnung: Die Stadt meint, das Ankunftszentrum könne nicht im Patrick-Henry-Village (PHV) bleiben, weil sich dieser Stadtteil dann nicht entwickeln könne!

Wir sagen: Refugees welcome – auch im PHV! Der Gemeinderat wird möglicherweise am 18.6. über die Verlegung des Ankunftszentrums in die Wolfsgärten abstimmen. Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag dazu gestellt. Wir haben uns mit den Argumenten der grünen Gemeinderatsfraktion und der Stadt auseinandergesetzt. Und das ist das Ergebnis!

Bitte unterschreibt und teilt auch unsere Petition an den Gemeinderat:
„Refugees welcome – auch im PHV Heidelberg! Keine Verlegung in die Wolfsgärten!“

Unsere Handlungsfelder

Im Herbst 2019 haben wir unser Manifest vorgestellt und auf einer Veranstaltung zusammen mit anderen interessierten Gruppen Handlungsfelder bestimmt und Ideen dazu entwickelt.

Unser erstes Thema ist die Einführung einer ausreichenden Gesundheitsversorgung für Geflüchtete ab dem 1. Tag. Dazu appellieren wir an die baden-württembergische Landesregierung, eine elektronische Gesundheitskarte für sie ab dem 1. Tag einzuführen und mit den Krankenkassen einen Vertrag zu verhandeln nach mindestens dem Bremer Modell. Baden-Württemberg gehört hier zu den Schlusslichtern in der Republik, zusammen mit Bayern.

Weitere Themen sind die Verlegung des Ankunftszentrums (s.o.) und die Forderung nach einem Landesaufnahmeprogramm für besonders Schutzbedürftige, insbesondere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF), aus den griechischen Lagern sowie die Unterstützung der Bundesratsinitiative für eine stärkere Autonomie der Länder hinsichtlich dieser Aufnahmen.

Außerdem geht es um Partizipation und Abbau von Diskriminierung und Rassismus innerhalb der Stadt.

Kontakt zu Solidarity City Heidelberg:
über unsere E-Mail-Adresse solidaritycity (at) seebruecke-heidelberg.de